Donnerstag, 17. Mai 2012

Byldas in Deutschland

und Onkel Franz hat noch fast alle gekannt!







Urlaub für Träumer und Aktive

Das Reisemagazin schwarzaufweiss berichtet über einen Urlaub in Sareiken. 

Was einem Dithmarscher zum Thema Urlaub in Masuren einfällt

Text und Fotos: Brigitte Jäger-Dabek
Einst hieß dieses Land Ostpreußen und Masuren, das Land der Wälder und tausend Seen war schon vor dem Krieg eine bekannte Ferienlandschaft. Heute gehört dieser Teil Ostpreußens zu Polen, nur noch 20 000 Deutsche leben dort und sind zur Minderheit in ihrer Heimat geworden.
Sareiken sei leicht zu finden, erklärt man im Lycker Wasserturm, dem Vereinssitz der deutschen Minderheit in Lyck und gibt dem interessierten Touristen gleich eine Skizze mit. Überhaupt kenne Jochen Elsner, den Vizevorsitzenden des Vereins, jeder in der Gegend. Schließlich sei es der Gesprächsstoff in der Gegend, dass der Elsner einen Bärenpark aufmachen wolle, hört man in Lyck.
Nur ein paar Kilometer von Lyck entfernt fährt man durch eine hügelige Landschaft, hier und da ein See zwischen sanften Hügeln Kuppen. Ein gemütliches abgeschiedene Land, still, fast etwas kauzig wirkend, genau wie der Lycker Schriftsteller Siegfried Lenz die Typen und Originale seiner Heimat beschrieb.
Polen / Masuren - Landschaft
Masurische Landschaft bei Lyck
Sareiken heißt das Dorf, verträumt, als wäre die Zeit in diesem hintersten Winkel Masurens stehen geblieben. Sareiken, nicht Suleyken, wie das fiktive Dorf der Lenzschen Erzählungen. Immerhin - so kann man sich Suleyken vorstellen, und wenn man Lenz glaubt, musste man sich in dieser Gegend auch früher schon nicht so bald wundern. Da ist es nicht einmal erstaunlich, dass es einen Mann wie Jochen Elsner gerade in diese Gegend verschlagen hat. 

Kurz hinter Sareiken sieht man hoch oben auf einer Kuppe den "Masurenhof" der Familie Elsner liegen. Wo sonst der Hofhund zur Begrüßung kläfft, kommt hier ein neugieriger Storch aus dem Hauseingang heran. Ein erstes Aha - Erlebnis, Störche können nicht nur klappern, sondern verfügen über eine ganze Geräuschpalette um ihre Befindlichkeit auszudrücken. Bald werden es vier Störche sein, die von Familie Elsner hochgepäppelt oder gesund pflegt werden. Man glaube gar nicht, wie viel Fisch so ein Storch vertilgt, staunt Jochen Elsner immer noch, aber schließlich habe man ein Herz für Tiere.
Eine Idylle wie aus einem alten Bilderbuch ist der "Masurenhof", Hühner scharren auf dem Hof, Ziegen meckern, ein Wurf junger Katzen balgt sich maunzend und zwei junge Hähne legen die Rangordnung neu fest, eine Idylle wie aus dem Bilderbuch.
Kein Rundgang ohne den kurzen Aufstieg zum Aussichtspunkt, von dem man einen traumhaften Blick auf Lyck und den Lyck - See hat.
Im Obstgarten fällt ab und an ein reifer Apfel mit einem satten "plopp" vom Baum, Polen / Masuren - ZiegeBratkartoffelduft lockt den Gast an den Tisch.
Bratkartoffelgerichte, die Spezialität des Elsnerschen Hofcafes, sind eine Reminiszenz an die Herkunft des Hausherrn, nichts geht in Norddeutschland ohne Bratkartoffeln, die gibt es auf dem Lande fast zu jeder Mahlzeit.
Vor ein paar Jahren war der junge Dithmarscher Jochen Elsner erstmals hierher gekommen. Nein, familiären Hintergrund hatte er nicht, aber er habe sich gleich in dieses Land "verguckt" , und die Möglichkeiten gesehen, die ein Selbständiger hier habe, erklärt Elsner. Er machte ernst, kaufte den maroden Bauernhof und sanierte nach und nach die Gebäude. Und er brachte jede Menge Ideen mit, aus denen sich allmählich sein Gesamtkonzept Masuren 2000 entwickelte.

Das mit den Bären, ja das sei ein Ding, bestätigt Elsner schmunzelnd sein Lieblingsprojekt. Seine Frau Marta, eine junge Polin, habe zuerst davon gehört.
Anton Gucwinski, Breslauer Zoodirektor und sozusagen der polnische Heinz Sielmann habe in einer seiner populären Sendungen von seinen Problemen im Zoo berichtet. Auch unter Bären gäbe es "Betriebsunfälle" - drei junge Bären wurden im Breslauer Zoo ungeplant geboren und brauchten ein neues Zuhause.
Die Elsners waren sich schnell einig, ein Wildpark war genau das, was auf dem Masurenhof noch fehlte. Das fand auch Gucwinski, der schnell von Jochen Elsners Konzeption überzeugt war und ihm den Zuschlag erteilte. Der Breslauer Zoo wird die Schulung von Elsners Mitarbeitern übernehmen und auch vor Ort dem Bärenpark mit Rat und Tat zur Seite stehen.
40 Hektar Land stünden für das Freigehege des geplanten Wildparks zur Verfügung erklärt Jochen Elsner und zeigt die Pläne. Nun könne er endlich loslegen, sagt er und tippt auf die Mappe mit den von Stempeln übersäten Bauanträgen, alle erforderlichen Genehmigungen sind erteilt. Allerdings sei der Bärenpark wirklich nur ein Baustein seines Konzepts "Masuren 2000" betont Elsner.
Der zweite Bereich bleibt die ökologische Landwirtschaft überwiegend mit Produkten, die auf dem eigenen Hof angeboten werden. Die Idee mit Hofladen und Hofcafe hat er aus Norddeutschland mitgebracht. Beides sind schon Schnittstellen zum dritten Baustein in Elsners Puzzle, dem Tourismusangebot. Es sei ja alles da in Masuren, nur mit der Vermarktung hapere es. Viele Bauern in der Gegend sähen ihr Heil zwar im "Agrotourismus", aber sie kämen meist über das Anbieten von Zimmern nicht hinaus. Ferien auf dem Bauernhof müssten heute aber ein Rundumangebot für den Gast bieten erklärt Elsner, der auf diese Art auch Arbeitsplätze für seine polnischen Nachbarn schafft. Das würde mit einem griffigen Namen anfangen, so vermarkte er sein Konzept eben unter dem Begriff "Masurenhof". Konsequenter Weise betrachtet er diesen Betriebsteil als ganzes Touristikunternehmen, das auch diverse Dienstleistungen anbietet. 

Nicht nur gemütliche Grillfeste und masurische Bauernhochzeiten mit altem Volksbrauchtum und Übernachtungsmöglichkeiten vom Zeltlager im Obstgarten über den Heuboden bis hin zum Gästezimmer bieten die Elsners ihren Gästen.
Polen / Masuren - Bauernhochzeit
Masurische Bauernhochzeit auf dem Masurenhof
Polen / Masuren  - Grillfest
Grillfest auf dem Masurenhof
Immer wieder gibt es Veranstaltungen auf dem Masurenhof, etliche Musikgruppen gastierten bereits auf der Bühne im Obstgarten. Aber Elsner plant wieder mal schon weiter und sucht nun auch deutsche Künstler, die bei ihm auftreten oder ausstellen wollen, auch an Kleinkunst und Kabarett zeigt er Interesse. Nur so als Idee schwebe ihm auch eine Siegfried - Lenz - Lesung vor, erklärt er.
Zum Masurenhof - Reiseteam gehören noch andere Übernachtungsmöglichkeiten, von der Pension bis zum alten Herrenhaus Straduny (Stradaunen) kann der Gast wählen. Alle Häuser sind in der Elker Umgebung in der Nähe des Masurenhofs inmitten masurischer Natur gelegen. Wer einen ruhigen Landurlaub in traumhafter Natur sucht, ist hier goldrichtig. Hier kann man die Seele baumeln lassen, dieses Land, dass wie aus der Zeit gefallen scheint lädt zur Muße ein.

Nicht nur die skurrilen masurischen Gestalten bei Siegfried Lenz scheinen hier greifbar, auch "das einfache Leben" Ernst Wiecherts scheint hier gleich um die Ecke stattgefunden zu haben. Hier kann man selbstverloren stundenlang an einem See im Gras auf dem Rücken liegen und den Himmel betrachten, der hier im Osten so unvergleichlich blau, hoch und weit ist. Man wird nicht müde, die sich ständig wechselnd türmenden Pustewolken mit dem stetigen Wind vorüberziehen zu sehen. Schon die alten Ostpreußen sagten, die Wolken sind die Gebirge Masurens.
Polen / Masuren - Landschaft
Aber nicht nur Träumer und Ruhebedürftige finden hier Erholung bei günstigen Pauschalpreisen, auch dem Aktivurlauber wird einiges geboten, Radtouren, Kajaktouren mit Gestellung von Rädern und Kajaks, Transporten, Tourenbegleitung und Betreuung.
Ein ganz besonderes Angebot ist sicher die Motorradtour durch Nordostmasuren mit Begleitung und Rundumbetreuung, Kontakte zu polnischen Motorradfreaks aus Elk inbegriffen. Auch Jugendgruppen sind gern gesehene Gäste auf dem Masurenhof, das Gruppenzelt im Obstgarten steht mit frischem Heu versehen bereit.
Der Individualtourist findet jede menge lohnende Ausflugsziele und Angebote für Aktivitäten, vom Bungee-jumpen von einer historischen Eisenbahnbrücke über Ballontouren, Besichtigung der nahen Naturreservate bis hin zu Touren mit der von Dampfloks gezogenen Elker Schmalspurbahn.
Noch einen Vorteil hat Urlaub in dieser Gegend Masurens: die "Zivilisation" ist nah, obwohl man meint, weit im Abgeschiedenen zu sein, ist die Stadt Elk / Lyck keine 10 km entfernt. Masuren 2000 bedeute für ihn aber mehr als nur den Erhalt der Idylle veranschaulicht der rührige Jochen Elsner seine Vision. Er stelle sich da noch etwas wie die Internetvernetzung des "Masurenhofes" vor, der Anfang ist mit der eigenen Internetseite gemacht: http://www.masurenhof.pl. Eine Art Internetcafe würde den Betrieb dann auch seminartauglich machen und Masuren per Mausklick mit der ganzen Welt verbinden. Für das Vorhaben auf seinem Masurenhof ein Natur - Erlebniszentrum zu errichten, sei der Bärenpark die ideale Abrundung. 

Reiseinformationen

Infos u. Kontakt:
Masurenhof
Szarejki Kol. 14
19 - 321 Nowa Wies Elcka gm. Elk
Tel: 0048502133553
Fax: 0048876213200
Internet: http://www.masurenhof.pl

Website der Autorin: http://www.das-polen-magazin.de







Juden in Sareiken

Die Webseite http://www.sztetl.org.pl/de/city/szarejki/ berichtet über jüdische Einwohner von Sareiken.

Geschichte

yarek shalom
Szarejki (Sareiken) war ein großes und relativ reiches Dorf mit mindestens einem Wirthaus. Ende des 19. Jh. nahm es höchstwahrscheinlich ein gewisser Czerninski in Pacht. Er war mit den Juden desselben Nachnamens, die in Olecko (Treuburg) und Umgebung (u.a. in Mieruniszki (Mierunsken) und Masuren). Im Oktober 1898 wurde der Familie Czerninski ein Mädchen namens Lina geboren. Nach der Heirat nahm sie den Namen ihres Mannes – Rehfeld – an. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wohnte sie in Olecko (Treuburg), von wo sie am 6. Dezember 1939 „nach Polen“ deportiert wurde. Das Datum ihres Todes ist unbekannt[1]. Familie Czerninski verließ Szarejki (Sareiken) wahrscheinlich noch vor dem Ersten Weltkrieg.
Übersetzung: Marta Zarzycka


 „Virtuelle Schtetl“

Das „Virtuelle Schtetl“ ist ein Portal über jüdische Lokalgeschichte. Obwohl es bereits im Moment der Eröffnung viele Informationen erhält, besteht seine Zukunft in der Mitarbeit vieler Internauten im Rahmen der Web 2.0-Lösungen. Es entsteht ein Medium, das die Rolle eines Brückenbaus zwischen der Geschichte der jüdisch-polnischen Städten und der gegenwärtigen, multikulturellen Welt einnimmt.
Das Museum der Geschichte der Polnischen Juden schafft dieses moderne Werkzeug zu einem Zeitpunkt, zu dem der Bau des Gebäude erst begonnen wird. Das Virtuelle Schtetl ist ein Museum ohne Mauern, eine logische Konsequenz der Initiative des Museumsbaus und auch eine Antwort auf Erwartungen aus der Bevölkerung.
Das Virtuelle Schtetl schildert die Geschichte der polnischen Juden, die sich in großem Maße in den Städtchen (jiddisch: Schtetl) abspielte. Auf dem Portal werden Informationen über die Geschichte, aber auch über die Gegenwart, über kleine Ortschaften, aber auch über große Städte zu finden sein. Das Portal umfasst die Grenzen des heutigen Polens, aber auch diejenigen des Vorkriegspolens. Die englische Version ermöglicht polnischen Juden und ihren Nachkommen, die auf der ganzen Welt verstreut sind, den Zugang zu Informationen auf dem Portal.
Ein komplettes Bild der polnisch-jüdischen Geschichte und Beziehungen ist und wird dank des Einsatzes vieler Institutionen, Organisationen und Privatpersonen erreicht. Der Reichtum des Themas bewirkt, dass die Liste der anzupackenden Initiativen unerschöpflich ist. Eine wertvolle Informationsquelle stellt das Portal Polin dar, wie auch das Portal der lokalen Bevölkerung jewish.org.pl. Das Virtuelle Schtetl verwendet die Erfahrungen von den Internetprojekten izrael.badacz.org und diapozytyw.pl („Diapositiv“, Seite des Adam-Mickiewicz-Instituts) und es schöpft aus der langjährigen Zusammenarbeit des Museums für die Geschichte der polnischen Juden mit dem Jüdischen Historischen Institut.
Das Virtuelle Schtetl ist kein Ort, sondern es ist die Gemeinschaft, von der es geschaffen wird. Lasst uns Fotos machen, Andenken suchen, Erinnerungen anhören, lasst uns einander informieren und motivieren, Initiative zu ergreifen! Lasst uns einander kennen lernen und aktiv sein!
An dieser Stelle wollen wir all denen danken, die das Portal mit aufgebaut haben:
Personen, die lange im Team des Portals waren: Ola Bilewicz i Magda Prokopowicz.
Textautoren: Anna Dybała, Edyta Gawron, Małgorzata Grzenda, Kamila Klauzińska, Marta Kubiszyn, Justyna Laskowska, Katarzyna Rusinow, Anna Rutkowski, Tamara Włodarczyk, Jarosław Biernaczyk, Maciej Borkowski, Andrzej Chludziński, Artur Cyruk, Jarosław Drozd, Robert Dziemba, Jarosław Grzyb, Tomasz Kawski, Andrzej Kirmiel, Jerzy Łapo, Adam Marczewski, Tomasz Pańczyk, Andrzej Potocki, Marcin Soboń, Krzysztof Urbański
Autoren der Bannerfotos: Beata Gładyś, Monika Krajewska, Anna Olej Kobus, Grzegorz Chwesiuk, Krzysztof Kobus, Tomasz Tomaszewski, Krzysztof Wojciewski
Fotoautoren: Marcin Dudek, Dagmara Kielan, Sonia Kierzkowska, Grzegorz Sadowski, Aleksander Wąsowicz, Marcin Wygocki.
Übersetzern: Małgorzata Członka, Paula Sliwinski, Agata Korbel, Agnieszka Szling, Agnieszka Gozdek, Aleksandra Trusia, Aneta Maslarz, Joanna Łucka, Bożena Ludera, Aleksandra Chlasta Górna, Daria Domagała, Ewa Kisiel, Izabella Kato, Jakub Sobiecki, Justyna Kozyra- Bober, Kaja Ciupińska, Kamila Bodył, Karina Szafran, Katarzyna Czokow, Katarzyna Pranke, Katarzyna Zbudniewek, Krzysztof Zając, Marcelina Gadecka, Milena Hernik, Monika Wojczakowska, Grzegorz Poździk, Katarzyna Cieśla, Maja Łatyńska und vielen StudentInnen und VolontärInnen, die uns beim Übersetzen geholfen haben
Personen, die das Portal auf andere Weise mit geschaffen haben: Anna Dąbrowska, Anna Łagodzińska, Agnieszka Musiał, Katarzyna Mroczek, Aleksandra Okuniewska, Magdalena Wnuk, Jakub Łysiak, Jakub Schleicher, Tomasz Polkowski, Kuba Pawelec, Aleksandra Ziółek, Janek Grądzki, Justyna Filochowska, Olga Pieńkowska, Aleksandra Sachanowicz, Marta Dopieralska, Hubert Bobrowski, Michał Misztal.

Urlaub in Sareiken auf dem Masurenhof


Unser Masurenhof ist eine alte masurische Hofstelle in Szarejki, etwa 7 km von der Stadt Ełk entfernt. Auf einer Fläche von 40ha betreiben wir ökologische Landwirtschaft nach,  den Vorschriften der Kontrollstelle für ökologischen Landbau in Polen, in der Hauptsache für den eigenen Bedarf.
Für einen erholsamen Urlaub auf dem Masurenhof ist die Zeit von Mitte April bis in den September hinein die beste Reisezeit. Die leicht hügelige Landschaft, in einem leuchtenden Farbenmeer aus Wildblumen, satten Wiesen und Laub-und Nadelwäldern, lädt ein zu ausgedehnten Spaziergängen ein , kleine und große Seen sind,  für ein erfrischendes Bad in freier Natur,  unweit des Masurenhofes zu finden.

Eine intakte Landschaft bietet üppige Flora und Fauna. Vögel, die man längst vergessen glaubte und tausende Frösche in kleinen Teichen sind die Statisten für einen Urlaub der seinesgleichen sucht.
Der Masurenhof ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagestouren mit dem Rad oder Ausflüge in den nahe gelegenen Biebrza-Nationalpark. Auch für Freizeitsportler gibt es ein breites Angebot, Sie können  reiten und sich Fahrräder oder auch Kanus ausleihen
Lohnend ist ein Besuch der Stadt Elk, der größten Stadt im Osten Masurens
und Geburtsstadt von Siegfried Lenz. Pubs und kleine Geschäfte laden zum verweilen und shopping ein und bieten zu günstigen Preisen gute Waren an.
Für Eisenbahnromantiker ist eine Fahrt mit der dampfgetrieben Lyker Kleinbahn ein Höhepunk,
die Bahn verkehrt auf einer 40km langen Strecke direkt vom Bahnhof aus.

Sareiken: Grundstück mit Haus zu verkaufen

In Sareiken, dem Ostpreußischen Dorf aus dem die Familien Bylda und Sczech 1945 fliehen mussten, wird am 7. Mai 2012 ein Grundstück zum Kauf angeboten. Der Teich auf den Fotos könnte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem haben, von dem Oma Amalie Byldas oft erzählt hat.
Quelle 17.5.2012: http://elk.olx.pl/atrakcyjna-dzialka-szarejki-iid-185089225

 

 Die deutsche Übersetzung des polnischen Textes:

Atrakcyjna działka Szarejki  

(Attraktives Grundstück Szarejki )


Landwirtschaftliche Flächen mit der Möglichkeit der räumlichen Gegebenheiten, mit einer Fläche von 4228m2, im Dorf Szarejki etwa 7 Meilen von Elk entfernt. Auf dem Grundstück gibt es ein Gebäude abgerissen werden und der Stromanschluss, der Rest der Handlung Naturteich. Sąsiedzwo Zweifamilienhaus. Ruhige ruhige Umgebung, eine Oase der Ruhe, ein großartiger Ort für Menschen, die Natur lieben. In der Nähe des Sees Ełckie, See Szarek. Ich empfehle als Ort der Ruhe, und für den ganzjährigen Aufenthalt.

  • Lokalizacja: Ełk, Warmińsko-mazurskie, Polska (Ort: Elk, Ermland und Masuren, Polen)
  • Data opublikowania: 7 Maja  (Datum der Veröffentlichung: 7. Mai)
  • Telefon: 509 083 879


Sareiken (Szarejki) 1944 am Bauernhof Bylda: Gertrud, Max, Gertrud, Franz, Martha





Mittwoch, 16. Mai 2012

Fluchtbericht von Georg Bylda (1)


(geschrieben am 3.2.1980 in Dortmund)
Sareiken war bis Ende Juli 1944 von allen Kriegsereignissen verschont geblieben.
Ungefähr am 3. August 1944 waren die Russischen Armeen bis kurz vor die Deutsch - Polnische Grenze vorgedrungen.
Am 5. August wurden alle deutschen und ausländischen Männer im Alter von 15 bis 60 Jahren zum Stellungsbau in Frontnähe befohlen. Nach drei bis sechs Wochen kehrten sie zurück.
An diesen Tagen erlebte Sareiken den ersten großen Flüchtlings­strom aus den von der Front bedrohten Orte Kr. Lyck Ost. Nach etwa 6 Wochen zogen diese Flüchtlinge weiter bis zum Kreis Allenstein.

Bis ca. 20. September 44 waren auf dem Lycker Flugplatz 3 Jäger der Deutschen Luftwaffe stationiert, die dafür sorgten, daß es kaum zu Russischen Luftangriffen kam. Nachdem die 3 Jäger wegen der Frontnähe verlegt wurden, war man vor Tiefflieger­angriffen nicht mehr sicher.
Am Heiligabend 44 um etwa 19 Uhr fielen auf Sareiken die ersten
2 Bomben, die jedoch nur einen ca. 2 m tiefen Krater hinterließen. Am Freitag, den 18.1.45, mußten die Bauern von Sareiken, all ihre Kühe auf einer Weide zusammentreiben, anschließend wurden sie nach Arys zum Sammelplatz getrieben.

Am Nachmittag des 20. Januar 1945 kam dann die erwartete Aufforderung „Auf zur Flucht“.

Wer mit dem Zug fahren wolle, müsse morgen 21.1.1945 um 15 Uhr 30 in Beitenberg am Bahnhof ankommen, für Pferdegespanne Abfahrt 21.1.1945 um 15 Uhr.
Das im Ort stationierte Militär hatte 5 LKW bereit gestellt und uns, die mit dem Zug fahren wollten, zum Bahnhof  Beitenberg gebracht. Der Zug war jedoch erst nächsten Morgen gegen

3 Uhr eingetroffen. Die Fahrt verlief dann über Arys, Lötzen, Bartenstein und endete am 24.1.45 morgens in Tharau -Wittenberge ca. 30 km vor Königsberg.

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 Einwohner von Sareiken: 
1933:    177
1939:    122  
Quelle: verwaltungsgeschichte.de/lyck.html